Haarausfall Studie

2017: Neue Haarausfall-Studie sucht interessierte Probanden mit anlagenbedingtem Haarausfall zur Untersuchung des Wirkstoffs auf der Basis einer Spray-Lösung.

Der anlagenbedingte Haarausfall ist die häufigste Haarausfallart bei Männern zwischen 18-50 Jahren. Beinahe jeder 5. männliche Erwachsene ist davon betroffen. In einer neuen Studie 2017 der Berliner Clinical Research Center wird demnächst eine Spray-Lösung auf der Grundlage eines Wirkstoffs gegen den Haarausfall klinisch getestet. Das Ziel ist dabei die Wirksamkeit des Wirkstoffs auf der Basis der Spray-Lösung bei Patienten mit dem moderaten bis milden Haarausfall zu untersuchen.

Gesucht werden vor allem Männer zwischen 18 und 40 Jahren, die nicht unter einer Hauterkrankung im Kopfbereich leiden, keine Haartransplanten haben und auch keine zusätzliche haarwachstumsfördernde Mittel verwenden. Die Studie dauert 29 Wochen und es wird eine Aufwandentschädigung angeboten. Interessierte können sich direkt online anmelden.

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Haare sind für viele ein wichtiger Identifikationsfaktor und deshalb legen viele Menschen einen großen Wert darauf. Aber wie entstehen graue Haare und hat es einen Einfluss auf den Haarausfall? Diese Fragen interessieren die meisten Menschen, die sich mit dem Problem Haarausfall auseinander setzen müssen.

Für die Entstehung von grauen Haaren ist eine Reihe von Faktoren ausschlaggebend. Insbesondere Pigmentgehalt des Haares und physikalische Eigenschaften. Unter den physikalischen Eigenschaften versteht man solche Faktoren wie Lichtreflexion, Lichtabsorption, welche durch den Haarschaft, die Haardicke und die Haarform bestimmt werden. In der Regel entsteht die Wahrnehmung weißen Haare durch das Fehlen des Pigments Melanin in Haaren. Die Haarfarbe selbst wird durch das Gen IRF4 produziert. Hierbei reguliert dieses Gen den Melaningehalt in Haaren. Je nach Melaninmischung bilden sich dann rot, braune oder schwarze Haare. Die Haarfarbe wird dabei von weiteren Genen zusammen bestimmt. Wird das Licht in Haaren absorbiert, entstehen durch Lichtreflexion entsprechende Haarfarben.

 

Das Grauwerden der Haare ist häufig ein Zeichen für den physikalischen Alterungsprozess der Haare. Im Grunde genommen werden die Haare nicht grau sondern weiß. Der optische Eindruck von grauen Haaren entsteht hingegen durch das Vorhandensein von pigmentierten und nicht-pigmentierten Haarschaften.

Haare und Gene
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In der kürzlich abgeschlossen und großangelegten Untersuchung von London University College haben die Forscher festgestellt, dass für den Haarausfall die Genen GRID1 und AR/EDA2R verantwortlich sein können. In der Untersuchung haben die Forscher mehr als 6.000 Probanden in Lateinamerika untersucht und zu dem Ergebnis gekommen, dass in Chromosomen unter Haarausfall leidenden Menschen diese Gene ausschlaggebend sind. Ein Eingriff in den Prozess bzw. Genveränderungen können nach Forscherangaben das Ergrauen der Haare stoppen, sodass die natürlichen Haarfarben länger erhalten bleiben.

 

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